Kooperation mit den Kindern

Mit den Kindern leben und sie auf ihrem Weg zu begleiten, erfordert eine aufmerksame Beobachtung.
Wir sehen unsere Hauptaufgabe als Pädagoginnen darin, zu erfahren, was die Kinder innerlich und äußerlich bewegt und beschäftigt. Ihnen wertungsfrei zuzuhören und Äußerungen wahrzunehmen, ist von großer Bedeutung. 

Wichtige Entscheidungen werden mit den Kindern gemeinsam getroffen und Konflikte werden thematisiert. Dabei ist auf die Altersmischung zu achten, so dass die Gespräche an die Fähigkeiten der Kinder angepasst sind. Die mit den Kindern gemeinsam gefundenen Vereinbarungen entspringen aus der Notwendigkeit einen sicheren Ort für jeden zu schaffen. Die Kinder lernen dabei Rücksichtnahme auf die Rechte der anderen und üben gegenseitigen Respekt. Daraus erwächst für das Kind eine echte Selbstdisziplin, da ihm heute schon ermöglicht wird, die Verantwortung für seine eigenen Handlungen zu übernehmen. Zusätzlich lernt das Kind Aufgaben und Tätigkeiten selbst auszuführen.

Kooperation mit den Eltern 

Als familienergänzende Einrichtung befinden wir uns in einem Beziehungsdreieck, Eltern – Kind – Pädagogin und gehen damit eine Erziehungs- und Bildungspartnerschaft ein. 

Eltern sind die wichtigsten Bezugspersonen für ihre Kinder. Wir nehmen sie in ihrer Unterschiedlichkeit ernst und schließen sie bewusst in unsere Arbeit mit ein. Die Kinderkrippe ist in der Regel der erste Ort, in dem sich Kinder alleine, getrennt von ihren Familien für längere Zeit befinden. Die Basis in der pädagogischen Arbeit ist ein vertrauensvoller Umgang der Pädagoginnen mit den Eltern und deren Kindern. Eltern werden regelmäßig über Entwicklungsschritte ihrer Kinder informiert, und sie erhalten die Möglichkeit den Krippenalltag mitzuerleben. 

Kleine Anliegen können zwischen Tür und Angel miteinander besprochen werden. Für intensive Gespräche bedarf es einer Terminabsprache. Zwei- bis dreimal jährlich findet ein ausführliches Gespräch mit den Eltern über die Entwicklung ihres Kindes statt.

Wir begrüßen ausdrücklich die Wahl eines Elternbeirats, der die Interessen der Eltern vertritt. Der Elternbeirat stellt ein wichtiges Bindeglied zwischen Pädagogen und Eltern dar. Zu den Aufgaben des Elternbeirats gehören unter anderem die Mitgestaltung und Organisation von Festen. Ebenso die Begleitung bei größeren Ausflügen, die Verteilung der aktuellen Fotodokumentation an alle Eltern und das Versenden von Rundmails zu besonderen Anlässen zählen dazu.

Kinderschutz gemäß § 8a SGB VIII

Laut § 8a SGB VIII ist es unser gesetzlicher Auftrag auf das Wohl des Kindes zu achten. Die Sicherstellung des Schutzauftrages bei Kindeswohlgefährdungen nach § 8a und § 72a SGB VIII regelt die „Münchner Grundvereinbarung“ für die freien Träger der Jugendhilfe. Die Risikoabschätzung erfolgt nicht von einer einzelnen Fachkraft sondern findet immer im Zusammenwirken mehrerer Fachkräfte statt. Unterstützung erfahren die Fachkräfte durch Fortbildungen und der Kooperation mit extern qualifizierten Fachdiensten.